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Wurden die Teletubbies in Deutschland verboten?

Bei einer kürzlichen Arbeitsphase kamen einige Mittelstufenschüler in unmittelbarer Nähe zum Lehrerplut über ihre Kindheitsserien ins Gespräch. Einem fielen dabei sofort die Teletubbies ein und man war sich sicher, dass niemand die gesehen habe. Allerdings erinnerte sich einer daran, dass die Teletubbies damals abgesetzt wurden, da sich ein Kind den Bauch mit einem Messer aufgeschlitzt habe, mit dem Vorhaben, sich wie bei den Teletubbies einen Fernseher dort einzusetzen. Auch die anderen erinnerten sich an den Vorfall. Mir kam das höchst eigenwillig vor und ich merkte an, dass das wie eine urbane Legende klinge. Die Schüler waren sich aber sicher, dass das so passiert sei.

Ausschnitt eines Bildes von Berit from Redhill/Surrey, UK – The Teletubbies are still here 2011, CC BY 2.0

Ich habe dann mal schnell über Google gesucht und fand … nichts. Dass offenbar keine Nachricht über einen solch dramatischen Vorfall im gesamten Internet exstierte, bekümmerte die Schüler herzlich wenig. Schließlich kannte jeder von ihnen die Geschichte – muss also stimmen. Zuhause musste ich der Sache dann doch noch mal nachgehen und fand auch bei anderen Schlüsselbegriffen höchstens Foreneinträge der Art „Ich habe mal gehört, dass …“. Seriöse Quellen: Fehlanzeige. Im englischsprachigen Raum sorgten sich einige fundamentale Christen darum, die Teletubbies enthielten homosexuelle Symboliken und forderten deshalb erfolglos ihre Absetzung; von dem besagten Vorfall: keine Spur.

Die einzige Quelle, die ich ausgraben konnte und die den Vorfall als faktisch präsentiert, ist die Spaßenzyklopädie „Stupidedia“. Dort heißt es im Artikel zu den Teletubbies:

Die Erstausstrahlung der Teletubbies begann 1999, wurde jedoch aufgrund von Berichten, Kinder würden sich den Bauch aufschlitzen um den Fernseher zu finden, und sich wie Teletubbies verhalten, […] sogleich wieder eingestellt.

Die Teletubbies, die übrigens erstmals 1997 ausgestrahlt wurden, sind erst 5 Jahre später eingestellt worden, weil man auf den Programmplätzen schlicht neue Konzepte ausprobieren wollte. 2015 sendete man noch einmal 60 neue Folgen, die meinem Kenntnisstand jedoch nicht mehr im deutschsprachigen Raum ausgestrahlt wurden. Aber die Geschichte mit dem bauchaufschlitzenden Kind klingt da natürlich viel cooler. Wen interressieren da schon Fakten?

Strom kommt aus der Steckdose und Wissen aus Google

Gestern hatte ich ein eher spezielles Computerproblem. Ich habe also Google befragt, ob vielleicht schon mal jemand ein ähnliches Problem hatte. Der erste vielversprechende Treffer führte in ein Diskussionsforum einer Computerzeitschrift, in dem exakt mein Problem von einem Benutzer geschildert wurde. Es gab eine einzige Antwort auf die Problemanfrage, die einen Link enthielt, unter dem man mehr erfahren könne. Der Link führte zu einer Website, die lediglich ausführlich erklärte, wie man Google richtig einsetze, um nach Problemlösungen zu suchen anstatt arme Mitmenschen mit solchen Fragen zu belästigen. Leute, die auf solche Seiten verlinken, haben echt das Internet verstanden. Gibt es dafür schon irgendeinen Preis?

Dieser Artikel ist aufgrund meines Urheberrechtanspruchs nicht mehr verfügbar …

Zugegeben, für viele Videos und deren Inhalte, die bei YouTube tagtäglich hochgeladen werden, haben die Uploader häufig gar nicht die erforderlichen Verbreitungsrechte. Insbesondere fremde Musik wird gerne mal unter das eigene Video gemischt. Die einen Musikkonzerne betrachten das als kostenlose Werbung und tolerieren es, wieder andere unterhalten anscheinend eine Standleitung zu YouTube, um solche Inhalte zeitnah wieder entfernen zu lassen. Das sieht dann beispielsweise so aus …

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Der Titel dieses Musikstücks heißt „A love that will last by“, wie oben schlecht zu lesen, ist von der Sängerin Renee Olstead, wie geschickt abgeschnitten, und ich vermute, dass es zu diesem Lied kein offizielles Musikvideo gibt. Allerdings ist es im Soundtrack des Films „Plötzlich Prinzessin 2“ enthalten, und ich nehme stark an, dass sich hier ein Fan die Mühe gemacht hat, aus Szenen dieses Films ein „inoffizielles“ Musikvideo zusammenzubasteln. WMG steht übrigens für Warner Music Group, was also bedeutet, dass das Video aufgrund der Musik, nicht aufgrund des Filmmaterials entfernt wurde.

Den YouTube-Experten sollte mittlerweile aufgefallen sein, dass der obige Screenshot nicht direkt von YouTube stammt, sondern von einer Web-Seite, auf der das YouTube-Video lediglich eingebettet ist. Zoomen wir mal ein bisschen heraus …

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Dies ist nicht etwa eine Fan-Website, sondern die offizielle Webpräsenz von Renee Olstead [Link entfernt, da Website seit mehreren Monaten nicht erreichbar]. Ja, der Sängerin Renee Olstead. Nicht von ihr persönlich geführt, aber von ihrem Label Warner Bros. Records, einer Tochter der WMG, zu Promotionszwecken. Wie muss man sich das nun also vorstellen? Ein treuer Fan macht ein nettes Video auf Basis des Songs. Dem Label von Olstead gefällt das so gut, dass sie es auf der offiziellen Website einbinden, nur damit man von Seiten Warner einige Zeit später das Video bei YouTube aufgrund eines Urheberrechtverstoßes löschen lässt. Somit kann man sich das Video des Songs von Olstead auf der Website von Olstead nicht mehr ansehen, weil der Uploader gar nicht die Rechte hatte, den Song zu veröffentlichen und somit Warner zur Verfügung zu stellen, damit sie ihn auf der Website von Olstead einbinden können. – Keine Angst. Ich glaube, der Satz ergibt auch nach mehrmaligem Lesen keinen Sinn.

Relativ viel …

Anscheinend will die Boardsoftware meines Forum mir mitteilen, dass die gesendeten Nachrichten unter einem ernstzunehmenden Alkohlproblem leiden. Anders ist diese Darstellung jedenfalls nicht zu erklären.

prozentrechnung