Alle Artikel mit dem Schlagwort „PC-Spiel“:

Angespielt: Stranded II

Genre: OpenWorld-Adventure
Lizenz: Freeware
Sprache: Deutsch

Überleben auf einer einsamen Insel

Überleben auf einer einsamen Insel

Handlung: Als eure Yacht von einem Blitz getroffen wird und in Brand gerät, rettet ihr euch mit letzter Kraft auf eine einsame Südseeinsel. Nachdem ihr langsam wieder zu Bewusstsein kommt, plagen euch Hunger und Durst. Macht euch auf die Suche nach etwas nahrhaftem bevor euch die Müdigkeit übermannt. Nur wer die Rohstoffe der Insel weise nutzt, wird überleben.

Spielbeschreibung: Stranded II ist ein Adventure ohne wesentliche Handlungsvorgaben. Man erhält zwar in bestimmten Spielphasen hilfreiche Tipps, doch wie man sich auf der Insel einrichtet, bleibt jedem selbst überlassen. Es gibt Dutzende verschiedener Objekte auf der Insel, die man auf verschiedenste Weisen nutzen kann. Man kann beispielsweise die Palmen mit den bloßen Händen und unter enormer Kraftanstrengung fällen oder sich aus einigen Dingen eine Axt zusammenbauen. Um Objekte mitzunehmen, steht ein umfangreiches Inventarsystem zur Verfügung, welches grammgenau abschließt. Später können Objekte auch eingelagert werden. Nachdem man die wichtigsten Dinge auf der Insel errichtet hat, schließt sich ein eher lineares Adventure an. Daneben kann man im Einzelinselmodus auch komplett ohne Vorgaben bauen.

Kritik: Das Spiel, welches sehr angenehm in der Egoperspektive vergleichbar einem Egoshooter gesteuert wird, bietet eine einfache, aber ansprechende Grafik bei guter Performance. Die Bewegung der Tiere und Figuren wirkt dagegen recht billig, fast so als würde sie an Schnüren schweben. Den Reiz macht aber die äußerst offene Spielweise und die große Anzahl von Objekten, die die Insel bevölkern bzw. errichtet werden können. Die Kombination von Gegenständen zu neuen Objekten ist bis auf kleinere Ausnahmen recht logisch aufgebaut und somit durch Ausprobieren bestimmbar.

Fazit: Wer ein wenig Fantasie mitbringt und nicht ständig Action braucht, findet mit Stranded II viele Genres vereint. Während das Abenteuer überzeugt, kommt es bei den computergenerierten Einzelinseln schnell zur Monotonie, weil viele Handlungen immer und immer wieder zu wiederholen sind. Für einen langen Winterabend ist es aber sicherlich eine nette Idee.

Download: www.stranded.unrealsoftware.de/s2_download.php
Komplettlösung stranded2planet.st.funpic.de/s2_walkthrough.php

2009-02-09 15:52 | Thorsten Rotering | Keine Kommentare

Angespielt: Fate By Numbers

Genre: Kriminal-Adventure
Lizenz: Freeware
Sprache: nur Englisch

Der hilfreiche Barmann aus Fate By Numbers

Der hilfreiche Barmann aus Fate By Numbers

Handlung: Die Hauptprotagonistin Alice Springer war einst eine angesehene Polizistin in einer nicht näher bezeichneten, futuristischen Metropole. Als sie die Korruption innerhalb der Behörde ans Tageslicht befördern wollte, wurde sie gefeuert. Seitdem ging es mit ihrer Ehe kontinuierlich abwärts, bis sie schließlich von Ihrem Mann verlassen wird. Seither verdient sie sich ihren Lebensunterhalt als Privatdetektivin in einem kleinen, spärlich eingerichtetem Büro.
Eines Tages sucht sie ein Mann auf, der lieber anonym bleiben will, und bietet ihr eine große Summe an, wenn sie einen Koffer besorgen würde, den drei Männer bei sich tragen, die in Kürze in der Stadt eintreffen werden. Am Bahnhof spürt sie die Männer auf, doch trifft sie dabei nicht nur überraschender Weise auf ihren Ex-Mann, sondern wird selbst Ziel eines Attentatsversuchs. Nachdem sie aus dem Krankenhaus zurück ist, versucht sie herauszufinden, wohin der Koffer verschwunden ist, wer es auf sie abgesehen hatte und was ihr Mann mit der Sache zu tun hat.

Spielbeschreibung: Fate By Numbers erzählt eine futuristische Geschichte zwischen persönlichen Schicksalen und staatlicher Kontrolle im Big Brother Stil. Das Spiel ist eine Vermischung aus Kriminal-Kurzfilm und Adventure. Längere Filmsequenzen, in denen man passiv dem Geschehen folgen kann, wechseln sich ab mit typischen Click&Point-Adventureszenen, in denen man mit Menschen sprechen, Objekte untersuchen, benutzen oder kombinieren kann. Auch letzteres wird mittels dynamisch eingebetteter Filmsequenzen lebhaft dargestellt. In den Filmsequenzen agieren reale Schauspieler vor computergenerierten Hintergründen.

Kritik: Die Kriminalgeschichte ist spannend erzählt und glaubwürdig in das Ambiente eingebettet. Die Filmsequenzen sind technisch gut umgesetzt (abgesehen von einigen Makeln beim Übergang zwischen Akteur und Greenbox), die Schauspieler agieren professionell und die gelungenen Computeranimationen tun ihr übriges, das fast Popcorn-Feeling aufkommt. Das gesamte Spiel ist in Schwarz-Weiß-Optik gehalten, die die düstere Atmosphäre wunderbar zur Geltung bringt, und von einem stimmigen Soundtrack untermalt. Dagegen wirkt der Adventure-Anteil schon fast stiefmütterlich. Zwar ist die klassische Interaktion mit Gegenständen gut umgesetzt, aber der Handlungsablauf ist bis auf wenige Schlenker sehr linear. Die Rätsel beschränken sich außerdem hauptsächlich darauf an den richtigen Orten zur richtigen Zeit das richtige zu tun. Ein Signalton zeigt an, dass durch die aktuelle Aktion die Handlung vorangebracht wurde. Es gibt nur wenige Orte und wenige Gegenstände mit denen interagiert werden kann.

Fazit: Das Spiel sollte man gesehen haben. Ich habe bewusst nicht “gespielt” geschrieben, denn Fate By Numbers lässt sich wie interaktives Kino genießen, gerade wenn man Kriminalfälle mag. Um die Handlung zu verstehen, sollte man allerdings schon relativ gute Englischkenntnisse mitbringen. Adventuretechnisch kann Fate By Numbers dagegen eher weniger überzeugen.

Download: fatebynumbers.com
Komplettlösung: gamesolutions.efzeven.nl/fate-by-numbers-walkthrough-revival2007

Anmerkung zum Download: Das Spiel liegt in zwei Versionen vor. Eine mit normaler (und für meiste Ansprüche ausreichender) Videogröße und einer Downloadgröße von 800 MB und eine mit überdurchschnittlich großer Videogröße und einer Downloadgröße von 1200 MB. Die Dateien können entweder als normaler Webdownload bei GamersHell (geht in der Regel schneller, ist eine normale ZIP-Datei, muss aber ohne Unterbrechung heruntergeladen werden) oder via Filesharing-Netzwerk BitTorrent (dauert in der Regel länger, ist eine ISO-Datei, die entweder auf DVD gebrannt oder mit Spezialprogrammen lokal entpackt werden kann, kann dafür in mehreren Sitzungen heruntergeladen werden) gesaugt werden.

2008-06-14 00:17 | Thorsten Rotering | Keine Kommentare

Angespielt: Penumbra (TechDemo)

Genre: Horror-Adventure
Lizenz: Freeware
Sprache: Sprachausgabe Englisch, Untertitel und Spielbeschreibung Deutsch

Die Gänge der alten Bunkeranlage in Penumbra

Die Gänge der alten Bunkeranlage in Penumbra

Handlung: In Penumbra schlüpft man in die Rolle eines nicht näher charakterisierten, jungen Mannes, der kurz nach dem Tod seiner Mutter einen Brief seines Vaters findet, den er nie kennengelernt hatte, da er bereits vor seiner Geburt seine Mutter verließ. In dem Brief erfährt er, dass es den Vater nach Grönland verschlagen hat und unser Protagonist macht sich schließlich auf die Suche nach ihm. In Grönland angelangt, gerät er in einen Schneesturm, der ihn in eine alte Bunkeranlage flüchten lässt. Hier startet dann das eigentliche Spiel.

Spielbeschreibung: Penumbra ist ein 3D-Spiel, welches sich wie ein Ego-Shooter steuern lässt. Sobald man mit einem Gegenstand interagieren kann, erscheint ein Handsymbol, mit Myst-vergleichbarer Funktionalität. Kleinere Gegenstände lassen sich in ein Inventar aufnehmen, wie man es aus anderen Adventuren gewohnt ist, größere Gegenstände lassen sich bewegen. Wie in den Myst-Spielen hat man kein klar definiertes Ziel vor Augen, sondern erforscht einfach seine Umgebung. Durch das Lösen von Rätseln gelangt man in weitere Bereiche der Bunkeranlage. Die Rätsel bestehen hauptsächlich aus dem Auffinden, Benutzen und Kombinieren von Gegenständen, wie man es von klassischen Adventuren gewohnt ist, allerdings gibt es auch myst-ähnliche Momente, in denen man die Funktionsweise von Maschinen ergründen muss, auch wenn hier häufig die Beschreibungstexte schon vieles vorwegnehmen.

Kritik: Das Spiel versteht es mit ausgezeichneter Musik und einer gut abgestimmten Geräuschkulisse, eine wirklich düstere Atmosphäre zu schaffen. Die Grafik ist gelungen und zeichnet sich durch besonders gute Licht- und Nebeleffekte aus, ist aber wenig abwechslungsreich. Zumindest auf meinen System kam es nach bestimmten Effekten zu dauerhaft starken Rucklern, die ein Weiterspielen kaum möglich machten. Ein Neuladen des letzten Spielstands behob das Problem. Die Handlung ist flach und wird während des Spiels nicht weiter vorangebracht; die Sprachausgabe während des Intros wirkt nur semiprofessionell. Die Lokalisation (von Freiwilligen beigetragen) ist ok, enthält aber einige unnötige Rechtschreibfehler. Die Rätsel sind nicht übermäßig komplex. Die Interaktion mit Objekten ist dank der guten Physikengine sehr ausgreift und kommt auch fast überall zum Einsatz. An zwei Stellen im Spiel trachtet einem ein fliegendes Monster nach dem Leben, welches man daher mit den verfügbaren Mitteln töten muss. Ein Element, auf das man meiner Meinung nach gut hätte verzichten können, ohne etwas von der Spielidee aufgeben zu müssen.

Fazit: Penumbra wurde zu Demonstrationszwecken der verwendeten Grafik- und Physikengine entwickelt. Beides kann überzeugen, auch wenn es noch kleinere Bugs gibt. Auch die gelungene Atmosphäre trägt dazu bei, dass man sich das Spiel auf jeden Fall mal ansehen sollte. Von Handlung und Rätseln sollte man jedoch als Myst-Spieler nicht allzuviel erwarten.

Download: frictionalgames.com/site/?q=penumbra
Komplettlösung: games.au-ja.de/review-penumbra-loesung-1.phtml

2007-02-19 12:53 | Thorsten Rotering | Keine Kommentare