Alle Artikel mit dem Schlagwort „Myst“:
Klopf, klopf, klick, klick …
Diesen Mittwoch habe ich an einer pädagogischen Fortbildung teilgenommen. Einer der Referenten merkte im Einleitungsteil an, dass das Gehirn zusammengefasst nur eine einzige Aufgabe verfolge: Rätsel zu lösen. In den Computerspielen der Myst-Reihe gab es davon eine ganze Menge. Und wer nicht genug bekommen konnte, der konnte sich anschließend noch auf die Suche nach diversen Eastereggs begeben.
Bei Myst IV gab es jedoch ein Rätsel um die Existenz eines Eastereggs ansich. Bereits kurz nach der Veröffentlichung fand jemand in den Datendateien des Spiels fünf Bilder, die nicht im Spiel auftauchten und die Mitarbeiter der Produktionsfirma zeigten. Ein mehr als eindeutiger Hinweis, dass diese Teil eines Eastereggs sein mussten.
In der Folge machten sich viele Myst-Spieler daran, das Easteregg im Spiel zu finden. Die einen probierten jede Schalter- und Hebelstellung innerhalb des Spiels aus, die anderen durchkramten die Datendateien nach weiteren Hinweisen. Mir gelang es damals durch letzteres zumindest die Orte einzugrenzen, an denen die Bilder auftauchen könnten. Doch letztlich fand niemand irgendetwas. Und so machte sich langsam die Meinung breit, dass das Easteregg zwar vorbereitet, aber letztlich von den Entwicklern gar nicht mehr umgesetzt wurde, so wie vieles andere auch in dem Spiel.
Eigentlich wollte ich heute einen Blogeintrag schreiben, der nochmal alle Mysterien rund um das Myst-IV-Easteregg zusammenfasst, aber unbestimmt endet, um zumindest gedanklich mit dem Rätsel abzuschließen, welches seit Jahren in meinem Kopf herumschwirrt. Doch der Zufall wollte es so, dass ich über eine Forendiskussion in einem englischsprachigen Forum gestolpert bin, in dem ein gewisser realXCV behauptet, das Easteregg in Myst IV durch weitere Analyse der Datendateien gefunden zu haben. Er hat es uns allerdings spannend gemacht und das Rätsel in ein neues Rätsel verpackt, das es zunächst zu lösen zu gilt.
Ich konnte sein kleines Rästel bereits lösen, welches ein klein wenig technisches Verständnis erfordert, und kann bestätigen, dass er das Easteregg-Rätsel tatsächlich geknackt hat, wie man in einer kleinen Kostprobe oben sieht. Und so schließe ich diesen Blogeintrag nicht unbestimmt, sondern euphorisch: das Rätsel ist geknackt.
2010-02-04 23:34 | Thorsten Rotering | 1 Kommentar
Myst-Spieler denken immer nur an Joghurt …
Matthias Dittmayer hat nach der wieder-aufgebrühten Diskussion um ein Verbot von „Killerspielen“ nach dem Amoklauf von Winnenden mit einem weiteren Video einen interessanten Kontrapunkt gegenüber der häufig in den Medien verbreiteten Darstellung zu dem Thema geschaffen, welches ich hier weiterempfehlen möchte. Als jemand, der sowohl einen Egoshooter als auch Myst schon mal in der Hand hatte, musste ich an der Stelle, an der es um Studien zur Erhöhung der Gewaltbereitschaft durch „Killerspiele“ geht, sehr schmunzeln. Da muss wohl ein innerer Konflikt in mir toben.
Wobei: kann ich mich nicht noch an Kommentare erinnern, die Esher die Pest an den Hals wünschten, weil der so viel Müll redete?
2009-04-30 11:30 | Thorsten Rotering | 3 Kommentare
Bittersüß …
Wie gelähmt hielten Susi, Menolly und die anderen fünf Uru-Live-Spieler den Atem an, als kürzlich die Nachricht kam, dass nun auch Gametap begriffen hat, dass Uru Live ein wirtschaftlicher Flop ist. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass es ein kleiner Haufen engagierter Entwickler bei Cyan und eine kleine, treue Fangemeinde, wie sie kaum ein anderes Computerspiel hat, geschafft haben, ein schon von Ubisoft als wirtschaftlichen Totalschaden abgeschriebenes Spiel ohne größere Konzeptänderungen über ein Jahr lang Gametap als Goldgrube zu verkaufen.
Diese Zeilen mögen jetzt für das treue Uru-Herz extrem negativ klingen, doch sie bestätigen eben nur, dass Uru Live wohl nicht wirtschaftlich genug für einen Publisher ist, der mit dem neuen Egoshooter das doppelte verdienen kann. Sie zeigen aber ebenso, dass auch heute noch ein Spiel von 1992 Menschen in einen Bann ziehen kann, der sie kaum mehr loslässt. Von daher wäre es nur wünschenswert, wenn Cyan das Uru-Projekt als kommerziellen Erfolg abschreiben und außerhalb des kommerziellen Rahmens fortführen würde. Wenn man mal vom wirtschaftlichen Aspekt absieht, würde ich nämlich Untìl Uru bzgl. Teilnehmerzahl, Fanaktivitäten und Dauer als den erfolgreichsten Online-Teil bezeichnen.
Ich hoffe, dass Cyan wieder ein neues wirtschaftliches Feld für sich entdecken kann; und mit dem überraschenden Erscheinen eines neuen Cosmic Osmo Teils und der Einrichtung einer Spieletester-Abteilung sieht es so aus, als wären sie auf dem richtigen Weg.
2008-02-07 14:24 | Thorsten Rotering | 4 Kommentare
