Prima Klima …

2008-04-14, 21:01 Uhr | Thorsten Rotering | 1 Kommentar

50 ml

Da stand ich nun also letztens am Pfandflaschenrückgabeautomat eines lokalen Supermarkts und ärgerte mich über den Mann vor mir, der die Flaschen direkt säckeweise anschleppte, während rechter Hand an der unweit entfernten Kasse ein älteres Ehepäarchen an die Reihe kam. Sie verwiesen die relativ junge Kassiererin auf einen Kasten Gerolsteiner Mineralwassers, der sich zwecks Rückenschonung noch auf der unteren Ablage des Einkaufswagens befand. Die Kassiererin blätterte daraufhin hastig in einer Preistabelle, um sich schließlich bei dem Ehepaar zu erkundigen: „Sind datt jetzt die 0,7-Liter-Flaschen oder die 0,75er?“ Doch das Ehepaar schien ratlos und meinte nur, es würde sich um die Medium-Variante handeln, was die Kassiererin in der Frage der Füllmenge jedoch nicht weiterzubringen vermochte.

In diesem Moment lief ein weiterer junger Angestellter an der Kasse vorbei und wurde von der Kassiererin direkt aufgehalten und mit der Frage behelligt, ob er nicht wisse, welche Füllmenge denn die Flaschen auf der unteren Ablage des Einkaufswagens des älteren Ehepaares direkt vor ihm hätten. Er warf einen flüchtigen Blick auf den Kasten, dachte angestrengt nach, gab aber letztlich doch auf: „Ne, datt weiß ich jetzt auch nich. Aber ich such mal einen hinten im Laden, der das vielleicht wissen könnte.“ Leider hatte der Mann vor mir mittlerweile seine Säcke geleert und die Rückgabe meiner zwei Joghurtgläser dauerte nicht so lange, um noch mitzuerleben, ob das Team des Supermarktes mit vereinten Kräften noch in der Lage war, ein Rätsel so teuflisch und schwierig wie jenes der Sphinx zu lösen. Ich jedenfalls drehte um und ging an dem Einkaufswagen mit einem Kasten 0,75-Liter-Flaschen, wie auf dem Etikett zu lesen war, vorbei von dannen. Großes Kino.

2008-03-17, 10:23 Uhr | Thorsten Rotering | 3 Kommentare

Atomgurken @ 74dd0cc2

Statistiken sind etwas feines. Leider liefern die Statistiken meines Webhosters nicht die Suchanfragen, mit denen Benutzer auf meine Website gelangt sind. Ich habe jedoch heute ein kleines Tool entdeckt, was mir im speziellen die Google-Suchanfragen aus den Server-Logfiles herausfiltern kann. Da habe ich dann sogleich mal die Logfiles der letzten Monate des emc-Forums durchlaufen lassen. Und hier nun also das Kuriositätenkabinett, was Internetbenutzer schon immer von Google wissen wollten …

Platz 10 geht an den Orthographiekünstler auf der Suche nach einer „Gurkenschneidemaschiene“. Also ich nenne sowas einen Gemüsehobel, aber vielleicht ist ihm die Produktionsleistung dieses Instruments nicht ausreichend für seinen Gurkenkonsum.

Platz 9 belegt der Hardcore-Chatter, dessen Kontaktliste vermutlich die Erde-Mond-Distanz problemlos ausfüllen könnte. Muss er sich nicht wundern, wenn dann 250 Chatfenster gleichzeitig aufspringen. Oder wie sonst ist die Suchanfrage „Skype zuviele Fenster“ zu erklären?

Platz 8 teilen sich zwei Esoteriker, die Google anscheinend mit einem Orakel verwechseln. Ich frage mich, ob Google das Rätsel „es ist eine süße zauberfrucht“ lösen und eine kritische Abschätzung für „screenhunter besser als“ treffen konnte.

Platz 7 geht an den Klassenclown, der womöglich nach seinem ehemaligen Schulkameraden aus Hamburg sucht. Vielleicht hätte er sich mal den Namen merken sollen, dann müsste er jetzt nicht nach „der hohle strohkopf, hamburg“ suchen.

Platz 6 ergattert sich der Terrorist Al-Bum, der momentan auf der Suche nach der sagenumwogenen „Atomfusionsbombe“ ist.

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2008-03-08, 23:46 Uhr | Thorsten Rotering | 2 Kommentare

Der Dyatlov-Pass-Vorfall …

Die ganzen westlichen, mysteriösen Zwischenfälle wie bspw. der Roswell-Vorfall 1947 sind für manche Menschen ja mittlerweile kalter Kaffee und schon so oft aufgebrüht worden, dass man kaum noch den Kaffee darin erkennen mag. Der Osten dagegen scheint noch so einige eigenwillige Vorfälle vorzuhalten. Der bekannteste ist wohl noch das Tunguska-Ereignis. Über einen Beitrag bei Ehrensenf bin ich gestern auf einen weiteren Vorfall aus dem Jahre 1959 im russischen Uralgebirge aufmerksam geworden, der im Gegensatz zu den anderen Geschehnissen zunächst wenig spektakulär klingt, aber gleichwohl besonders mysteriös. Da es allerdings an guten deutschsprachigen Quellen zu dem Vorfall mangelt, habe ich aus den englischsprachigen Quellen (und einigen google-übersetzten russischen Quellen) eine Zusammenfassung der Ereignisse geschrieben. Auch wenn ich nach bestem Gewissen versucht habe mich an die Fakten zu halten und Spekulationen als solche gekennzeichnet habe, kann ich nicht ausschließen, dass auch schon manche der Quellen, die ich verwendet habe, Fehler in einer klaren Differenzierung gemacht haben.

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2008-02-27, 14:38 Uhr | Thorsten Rotering | 15 Kommentare

Bittersüß …

Wie gelähmt hielten Susi, Menolly und die anderen fünf Uru-Live-Spieler den Atem an, als kürzlich die Nachricht kam, dass nun auch Gametap begriffen hat, dass Uru Live ein wirtschaftlicher Flop ist. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass es ein kleiner Haufen engagierter Entwickler bei Cyan und eine kleine, treue Fangemeinde, wie sie kaum ein anderes Computerspiel hat, geschafft haben, ein schon von Ubisoft als wirtschaftlichen Totalschaden abgeschriebenes Spiel ohne größere Konzeptänderungen über ein Jahr lang Gametap als Goldgrube zu verkaufen.

Diese Zeilen mögen jetzt für das treue Uru-Herz extrem negativ klingen, doch sie bestätigen eben nur, dass Uru Live wohl nicht wirtschaftlich genug für einen Publisher ist, der mit dem neuen Egoshooter das doppelte verdienen kann. Sie zeigen aber ebenso, dass auch heute noch ein Spiel von 1992 Menschen in einen Bann ziehen kann, der sie kaum mehr loslässt. Von daher wäre es nur wünschenswert, wenn Cyan das Uru-Projekt als kommerziellen Erfolg abschreiben und außerhalb des kommerziellen Rahmens fortführen würde. Wenn man mal vom wirtschaftlichen Aspekt absieht, würde ich nämlich Untìl Uru bzgl. Teilnehmerzahl, Fanaktivitäten und Dauer als den erfolgreichsten Online-Teil bezeichnen.

Ich hoffe, dass Cyan wieder ein neues wirtschaftliches Feld für sich entdecken kann; und mit dem überraschenden Erscheinen eines neuen Cosmic Osmo Teils und der Einrichtung einer Spieletester-Abteilung sieht es so aus, als wären sie auf dem richtigen Weg.

2008-02-07, 14:24 Uhr | Thorsten Rotering | 4 Kommentare

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