Wenn ich nicht hier bin …
In Zeiten, in denen Besitzer alter Schrottkarren betagter Automobile eben dieses für eine nette Anzahlung auf ihren Neuwagen abwracken lassen, müssen sich Autoexporteure schon etwas einfallen lassen, um überhaupt noch einen Wagen verschiffen zu können. Da ist es nicht verwunderlich, wenn die Händler, die wöchentlich meine Windschutzscheibe dekorieren, die Autos nicht auf einem alten Rostkahn über den Ozean schippern, sondern anscheinend auf dem Sonnendeck eines 4-Sterne-Kreuzfahrtschiffes.
2009-03-05, 21:04 Uhr | Thorsten Rotering | 1 Kommentar
Mit dem Ersten sieht man doppelt …

Scheinbar fällt der ARD nicht Neues mehr ein ...
Der Spielfilm „Nichts als Ärger mit den Männern“ und der „Tatort“ heute Abend in der ARD weisen laut der digitalen Fernsehzeitschrift „TV-Browser“ scheinbar frappierende Ähnlichkeiten in der Handlung auf. Ob der Fehler schon bei der ARD passiert ist oder bei der Weiterverarbeitung vom TV-Browser vermag ich nicht zu sagen. Wohl aber muss ein Mann dafür verantwortlich sein, denn mit denen hat man ja schließlich eh immer nur Ärger.
2009-02-13, 20:24 Uhr | Thorsten Rotering | Keine Kommentare
Angespielt: Stranded II
Genre: OpenWorld-Adventure
Lizenz: Freeware
Sprache: Deutsch

Überleben auf einer einsamen Insel
Handlung: Als eure Yacht von einem Blitz getroffen wird und in Brand gerät, rettet ihr euch mit letzter Kraft auf eine einsame Südseeinsel. Nachdem ihr langsam wieder zu Bewusstsein kommt, plagen euch Hunger und Durst. Macht euch auf die Suche nach etwas nahrhaftem bevor euch die Müdigkeit übermannt. Nur wer die Rohstoffe der Insel weise nutzt, wird überleben.
Spielbeschreibung: Stranded II ist ein Adventure ohne wesentliche Handlungsvorgaben. Man erhält zwar in bestimmten Spielphasen hilfreiche Tipps, doch wie man sich auf der Insel einrichtet, bleibt jedem selbst überlassen. Es gibt Dutzende verschiedener Objekte auf der Insel, die man auf verschiedenste Weisen nutzen kann. Man kann beispielsweise die Palmen mit den bloßen Händen und unter enormer Kraftanstrengung fällen oder sich aus einigen Dingen eine Axt zusammenbauen. Um Objekte mitzunehmen, steht ein umfangreiches Inventarsystem zur Verfügung, welches grammgenau abschließt. Später können Objekte auch eingelagert werden. Nachdem man die wichtigsten Dinge auf der Insel errichtet hat, schließt sich ein eher lineares Adventure an. Daneben kann man im Einzelinselmodus auch komplett ohne Vorgaben bauen.
Kritik: Das Spiel, welches sehr angenehm in der Egoperspektive vergleichbar einem Egoshooter gesteuert wird, bietet eine einfache, aber ansprechende Grafik bei guter Performance. Die Bewegung der Tiere und Figuren wirkt dagegen recht billig, fast so als würde sie an Schnüren schweben. Den Reiz macht aber die äußerst offene Spielweise und die große Anzahl von Objekten, die die Insel bevölkern bzw. errichtet werden können. Die Kombination von Gegenständen zu neuen Objekten ist bis auf kleinere Ausnahmen recht logisch aufgebaut und somit durch Ausprobieren bestimmbar.
Fazit: Wer ein wenig Fantasie mitbringt und nicht ständig Action braucht, findet mit Stranded II viele Genres vereint. Während das Abenteuer überzeugt, kommt es bei den computergenerierten Einzelinseln schnell zur Monotonie, weil viele Handlungen immer und immer wieder zu wiederholen sind. Für einen langen Winterabend ist es aber sicherlich eine nette Idee.
Download: www.stranded.unrealsoftware.de/s2_download.php
Komplettlösung stranded2planet.st.funpic.de/s2_walkthrough.php
2009-02-09, 15:52 Uhr | Thorsten Rotering | Keine Kommentare
Artikel über Schafe …
Die fortwährenden Verspätungen bei der Bahn führen anscheinend bei manchen Wikipedia-Autoren des Artikels über den Berliner Bahnhof Ostkreuz mittlerweile zu schwerwiegenden Wahnvorstellungen.

2008-11-24, 20:44 Uhr | Thorsten Rotering | 1 Kommentar
Die Erde hat Karies …
Ich bin gestern über einen Online-Artikel der britischen Times gestolpert, die schon im Banner damit wirbt, dass sie zur besten Nachrichten-Website des Jahres 2008 gekürt wurde. Der Artikel von Ende Juni beschäftigt sich mit der nördlichen Hemisphäre des Planeten Mars, die von einer weiten Tiefebene dominiert wird. 1984 stellte ein gewisser Steve Squyres die Hypothese auf, dass diese Ebene durch die Kollision mit einem anderen, etwa erdmond-großem Himmelskörper in der Frühgeschichte des Sonnensystems entstand. Die Hyptothese fand jedoch nicht viele Anhänger. Laut Times griff kürzlich eine Forschungsgruppe des Massachusetts Institute of Technology (MIT) die Hypothese wieder auf, um mit Hilfe von computergestützten Simulationen deren Plausibilität zu überprüfen.
Natürlich wäre man aber nicht Nachrichten-Website des Jahres, wenn man das ganze nur als trockenen Fließtext präsentieren würde. Ein bisschen Grafik zur Auflockerung versteht sich von selbst. Ein Schnappschuss vom Mars? Langweilig. Ein paar nette Panoramabilder von der Marsoberfläche? Alter Kaffee. Ein Bild von einem Schokoriegel? Deplaziert. – Also sind die Journalisten noch einen Schritt weitergegangen und haben die Hypothese weitergesponnen: was, wenn der Asteroid nicht den Mars, sondern die Erde getroffen hätte? Also haben sie das mal schnell illustriert, wie sie sich das denn so vorstellen. Das Resultat ist auf der linken Seite zu sehen.
Nein, das ist nicht etwa ein Fehlersuchbild aus dem Rätsel-Resort; ich glaube, die meinen das ernst. Nun bin ich weder Physiker, noch Astronom. Aber irgendwas sagt mir, dass das definitiv nicht das Erscheinungsbild der heutigen Erde nach solch einem Einschlag wäre. Zunächst einmal wird bei so einem Einschlag ja eine Menge Energie frei, eine Schockwelle rast über die Erde, Feuerwalzen, das ganze Programm halt. Dass die Erde so friedlich aussieht, kann nur bedeuten, dass der Einschlag schon viele, viele Jahre her sein muss. Wenn man mal davon absieht, dass sich die Landmassen trotz des Einschlags keinen Millimeter verschoben oder verändert haben, so stellt sich doch schon dem Laien die Frage, wieso der Krater nicht mittlerweile voll Wasser gelaufen ist. Natürlich hat der Einschlag sicherlich eine Art Damm rundherum aufgeworfen, aber früher oder später müsste doch das Grundwasser dort einbrechen. Oder hat der Asteroid bei seinem Einschlag noch fröhlich die Wände betoniert? Außerdem wirkt es so, als reiche der Einschlagskrater zumindest bis kurz vor den Mittelpunkt der Erde. War da nicht mal sowas wie ein flüssiger Erdkern? Wo ist der denn auf einmal hin? Und überhaupt scheint die ganze Erde nur aus einem einzigen, massiven Gestein zu bestehen.
Und wie bitte ist der Schatten in dem Krater zu erklären? Nimmt man den ernst, müsste die Sonne momentan irgendwo über dem Nordpol stehen. Das hieße, durch den Einschlag wäre die Erde quasi auf die Seite gekippt, was bei gleichbleibener Erdrotation voraussichtlich eine halbjährige Nacht auf den Hemispähren zur Folge hätte. Dafür hat sich das Ökosystem aber verdammt gut gehalten. Andererseits fragt sich, wieso auf der Südhalbkugel dann gerade auch Tag ist? Vielleicht eine weitere Sonne, die als Trojaner auf der Erdbahn mitreist? Wo kommt die denn auf einmal her? Ihr seht schon, das könnte man noch lange so weitertreiben. Aber es stellt sich sowieso die Frage, ob die Erde nicht durch den Einschlag dieser Kraft auseinandergebrochen wäre, so wie es vermutlich bei der Entstehung des Erdmonds passierte.
Wenn ich also das Erscheinungsbild dieser Erde in bester Dr. House-Manier begutachten würde, würde ich viel weniger den Einschlag eines großen Asteroiden diagnostizieren, als viel mehr, dass die Erde offensichtlich zu viele Mars-Riegel verdrückt hat.
2008-09-09, 11:04 Uhr | Thorsten Rotering | 1 Kommentar

