Cloch na Rón …

Vielleicht hat ja der ein oder andere schon mal diese lustige Bildergeschichte gesehen, die seit September 2004 auf diversen Fun-Sites, in Weblogs, Foren und per E-Mail verbreitet wird. Viel Beschreibung gibt es nie dazu; aber das kennt man ja, von solchen Dingen. Offensichtlich versuchen wohl ein paar Kleinstädter einen weißen PKW mit Hilfe eines kleinen, ohne Stützen ausgestatteten Kranwagens aus einer Art Hafenbecken zu bergen. Das Endresultat ist, dass der Kranwagen kippt und zusammen mit dem PKW ebenso ins Hafenbecken stürzt. Ich glaube ich habe die Bildergeschichte so etwa vor ein oder eineinhalb Jahren zum ersten Mal gesehen und über die Einfältigkeit der Beteiligten geschmunzelt. Hier könnte dieser Blogeintrag eigentlich zu Ende sein.

Heute nachmittag sah ich mir die gestrige Folge Ehrensenf an. Unter anderem wurde darin eine interessante Website über Großstadtlegenden vorgestellt. Das sind solch nette Geschichten und scheinbar unumstößliche Fakten, die von einer Person an die nächste Person weitergegeben werden, ohne dass das mal einer hinterfragt. Gerade das Internet hat ja die Verbreitung dieser modernen Sagen regelrecht beflügelt.

Die Autoren dieser Website machen nun genau das: sie hinterfragen die Geschichten, die an sie herangetragen werden, auf ihren Wahrheitsgehalt hin. Und so blätterte ich mich durch diesen riesigen Berg urbaner Legenden, der dort bereits zusammengetragen worden ist. Unter anderem findet sich hier auch die oben erwähnte Bildergeschichte wieder. Soviel sei gesagt: Diese Geschichte ist wirklich so passiert. Allerdings muss wohl irgendwann ein Kreativer ein weiteres, manipuliertes Foto hinzugefügt haben, das zeigt, dass auch noch der zweite, zur Hilfe gerufene Kran ins Hafenbecken stürzt. Nun auch hier ist dieser Blogeintrag noch nicht zu Ende.

Denn die Website und ein verlinkter Artikel geben darüber hinaus noch ein paar Details zu dem Vorfall. So fuhr am Morgen des 4. Septembers 2004 ein junger Mann mit seinem weißen Kleinwagen anscheinend versehentlich in das Hafenbecken von Roundstone, konnte aber von einem Einheimischen aus seinem Wagen befreit werden. Moment mal, dachte ich mir, Roundstone? Das klingt doch irgendwie so vertraut, aber woher? Und dann fiel es mir wieder ein. Als ich im September 2005 eine Autorundreise durch Irland gemacht hatte, war uns irgendwann die Fahrt auf der N59 zu langweilig und so machten wir an der südwestlichen Spitze Connemaras einen Schlenker über eine schmale Nebenstraße, auf der ich mindestens an 10 Stellen beinahe ein Schaf über den Haufen gefahren hätte. Und diese Straße führte uns durch Roundstone (Karte), ein wirklich idyllisches kleines Dorf, in dem wir uns folglich etwas die Beine vertreten haben. Und nein, ich habe nicht nur ein Beweisfoto, dass ich da war, ich habe sogar völlig ohne Kenntnis ein Bild von exakt der Stelle gemacht, an dem das Ereignis stattgefunden hat.

dsc00295.JPG

Man kann es leicht an der Treppe in der Kaimauer und an dem gelben Ständer für den Rettungsring auf der rechten Seite wiedererkennen, dass es sich genau um diese Stelle handelt. Ich bin rückwärts vom Stuhl gefallen, als ich das bemerkt habe. Was es doch für seltsame Zufälle gibt.

2007-11-23, 00:18 Uhr | Thorsten Rotering | Keine Kommentare

Auf die Größe kommt es an …

Erst wollte ich mir ja nicht so recht vorstellen, dass mir das iTopf-Keksrezept so recht schmecken könnte. Haferflocken in Keksen? Das erinnerte mich an dieses ekelhafte Schwedengebäck, worüber sich wahrscheinlich später die Ratten auf der Mülldeponie gefreut haben. Aber als ich gestern ein paar Reste der Original-Kekse stibitzen konnte, musste ich die heute direkt nach dem Aufstehen selbst ausprobieren. Gut, ich gebe zu, so eine feine Bio-Schokolade hatte ich nicht gerade vorrätig, aber alte Osterhasen und ein paar Reste der Edelbittertafel tun’s auch. Und nachdem ich die erste Fuhre gebacken hatte, konnte ich irgendwie nicht widerstehen, mir meinen persönlichen Riesenkeks zu backen.

keks.jpg

Daran habe ich jetzt erstmal ein paar Tage zu futtern. Aber es wird ja auch langsam kalt draußen. Danke jedenfalls an die Leute von iSightseeing für das leckere Rezept.

2007-10-27, 18:45 Uhr | Thorsten Rotering | 5 Kommentare

Von Menschen und Frauen …

Die Frauenemanzipation war ja an sich schon was Feines. In der deutschen Sprache hat sie aber irgendwie nur ein großes Chaos hinterlassen. Weil ich in den letzten Tagen wieder einmal sporadisch darüber gestolpert bin, rücke ich zum Anfang das kleine, unscheinbare Wörtchen „man“ in den Blickpunkt dieses Beitrages, welches man gerne in Konstruktionen wie: „Das könnte man/frau so machen.“ antrifft. Zugegeben ist diese Schreibweise meist nicht ganz ernst gemeint, aber der Autor möchte doch meist mit einem Augenzwinkern darauf hinweisen, wie viele chauvinistische Wörter unsere deutsche Sprache doch enthält, wenn schon dieses kleine Wörtchen, dass doch eigentlich alle Menschen gleichermaßen ansprechen soll, von „Mann“ abgeleitet ist.

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2007-10-10, 15:29 Uhr | Thorsten Rotering | Keine Kommentare

Teilweise …

Wie war das noch? Das Ganze ist mehr als die Summe aller Teile? Wie dem auch sei … meine Freizeitbeschäftigung der letzten 12 Tage bestand aus 1000 dieser Teile …

Hach, isset net schön? Und hier noch völlig zusammenhanglos ein Wikipedia-Artikel.

2007-10-05, 12:49 Uhr | Thorsten Rotering | 10 Kommentare

Der, die, das …

So lange es Blogs gab, so lange gab es den Streit, ob es nun im Deutschen der oder das Blog heißen muss. Jetzt hat der Duden entschieden … Äh, Pardon, ich meinte Anfang Juli hat der Duden-Verlag entschieden und Thorsten hat bis jetzt nur nix davon mitgekriegt. Und was hat der Duden entschieden? Kurz gesagt: die Blog ist falsch. Oder lang gefasst: alle anderen Formen behalten erstmal ihre Gültigkeit und existieren nebeneinander. Während beide „Parteien“ mit der Lösung zufrieden sein dürftn, müssen die Klugscheißer dieser Welt sich nun wohl ein neues Betätigungsfeld suchen.

2007-09-26, 21:25 Uhr | Thorsten Rotering | 2 Kommentare

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